Automatisierung durch Robotic Process Automation (RPA)

Prozesse zu automatisieren ist für Sparkassen eine gute Möglichkeit, Digitalisierung in einen messbaren Mehrwert zu verwandeln. Eine innovative und mittlerweile etablierte Methode ist Robotic Process Automation (RPA). Gemeint ist die Automatisierung mithilfe von Softwarerobotern. Dabei wird die bestehende IT-Infrastruktur des Instituts nicht verändert.


So funktioniert RPA

Ein Softwareroboter agiert in IT-Anwendungen einer Sparkasse genauso wie sein menschliches Pendant. Falls notwendig, beschafft er sich Informationen oder ändert Daten. Softwareroboter sind 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche im Einsatz, ohne dabei Fehler zu machen. Sie dokumentieren vollautomatisiert und lückenlos die Abarbeitung der Geschäfts- und Verwaltungsprozesse.


Einsatzgebiete für RPA

Durch die Implementierung eines Softwareroboters lassen sich viele unterschiedlich strukturierte Aufgaben im Alltag automatisieren.

  1. REGELBASIERTE ENTSCHEIDUNGEN
    Abläufe, die durch einfache Regeln und genau definierte Entscheidungskriterien bestimmt sind

  2. PROZESSE MIT SIMPLEN, REPETITIVEN ARBEITSSCHRITTEN
    Suchen, Sammeln, Zusammenfassen und Aktualisieren von Daten

  3. VERKNÜPFUNG VON NICHT INTEGRIERTEN SYSTEMEN
    Prozesse, die mehrere nicht kompatible IT-Systeme oder IDV-Lösungen nutzen

  4. MANUELLE PROZESSE
    Für Mitarbeiter eintönige, unterfordernde Arbeitsschritte

  5. HOHES PROZESSVOLUMEN
    Prozesse, die in großer Zahl vorkommen und quasi immer wieder gleich ablaufen

RPA-Lösungen können beispielsweise bei der Erstellung von Berichten eingesetzt werden, für die systemübergreifend Daten zusammengestellt werden müssen. Sie unterstützen aber auch klassisch bei der Buchführung.

Video RPA

Mehrwerte durch RPA

Im Gegensatz zum Menschen kann ein Roboter bereichs- und funktionsübergreifend sowie zeitlich unabhängig eingesetzt werden. Softwareroboter sind in kurzer Zeit in die bestehende Systemlandschaft implementiert, ohne dass Sparkassen ihre bestehende IT-Infrastruktur in großem Stil anpassen müssen. In Summe bietet der RPA-Einsatz folgende Mehrwerte:

  • Große Skalierbarkeit
  • Einspar- und Entlastungspotenzial durch die 24/7-Verfügbarkeit
  • Schneller Return on Invest (ROI) durch schnelle und kostengünstige Implementierung
  • Steigerung der Kundenzufriedenheit (Kunden erhalten Leistungen ohne lange Verzögerungen)
  • Entlastung der Mitarbeiter (sie haben mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten)
  • In Summe eine signifikant steigende Leistungsfähigkeit des Instituts


RPA-Basisvoraussetzungen schaffen

Damit Sparkassen das Potenzial ausschöpfen, sollten sie RPA-Maßnahmen immer in ihre Digitalisierungsstrategie einbetten. Gegenwärtig scheitern RPA-Projekte, weil Unternehmen die Komplexität der prädestinierten Automatisierungsprozesse verkennen und es an Erfahrung mit RPA-Einführungsprojekten fehlt.

Für einen systematischen RPA-Einstieg empfiehlt sich eine fundierte Analyse, um RPA-taugliche Prozesse zu identifizieren. Zudem sollten Sparkassen ein stichhaltiges Proof of Concept für einen konkreten Anwendungsfall entwickeln. So können sie vorab bewerten, ob eine RPA-Implementierung zum gewünschten Erfolg führt.

Softwareroboter sind nicht das Allheilmittel für jedes Automatisierungsvorhaben. Jedoch ist RPA ein wichtiger Baustein, mit dem Sparkassen Digitalisierung in mehr Profitabilität und Wertschöpfung verwandeln können.

Für mehr Informationen und Beratung sprechen Sie uns an! Unsere Leistungen finden Sie auf unserer Website Reorganisation und Prozessoptimierung.

 

Über den Autor:

Stefan Haupt

Stefan Haupt ist Consultant im Bereich Banking von Sopra Steria Consulting. Sein Spezialgebiet sind Kreditberatungsprozesse, Schwerpunkt: Baufinanzierung.

 

 

 

 

 

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Daniel KaschDaniel Kasch
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